Dabendorf - 10. Hoffest

Nach drei schönen gemeinsamen Lagerjahren mit dem Lilienbund in Burg Stargard war es uns in diesem Jahr erstmals möglich, dessen Einladung anzunehmen und zur eigenen Veranstaltung unserer Freunde nach Dabendorf zu fahren. Leider konnte Vigulf nicht dabei sein – der Schichtplan wurde in diesem Jahr einfach nicht in seinem Sinne erstellt. Vom 10. bis zum 12. September schlugen wir also zum ersten Mal unsere Zelte auf dem wunderschönen, weitläufigen Gelände der Pferdepension „Horse & Friends“ auf. Mit uns lagerten Saeta und Skjaldar vom Bernsteinring, sowie Gregor von den „Lautlosen“.

 

Die Götter waren uns gewogen und ließen nach verregneten, kühlen Wochen pünktlich zum Hoffest den Sommer zurückkehren. Nach dem Aufbau des Lagers wurden zunächst liebe Freunde und Bekannte begrüßt, das Gelände inspiziert und Abendbrot gegessen. Da es schon recht spät war, blieben Topf und Pfanne kalt und es gab nur Stullen. Danach saßen wir in gemütlicher Runde beisammen und klönten bis in die Nacht.

 

Der Samstag begann mit einem besonderen Service des Lilienbunds: Gegen 9.00 Uhr fuhr das „Brötchenmobil“ vor. Nach einem ausgiebigen Frühstück ließen wir den Tag ruhig angehen – bis zur Markteröffnung um 12.00 Uhr war noch genügend Zeit. Während Thorbjörn Skjaldar und Saeta dann tatkräftig in der Schenke unterstützte, amüsierte sich der Rest der Sippe auf dem Markt. Neben einem Ritterturnier, mittelalterlichen Tänzen, Voltigier- und Kampfvorführungen konnten die Besucher unter anderem Schmieden bei der Arbeit zuschauen, sich mit Pfeil und Bogen versuchen und an den Marktständen Waren erwerben. Ein besonderer Höhepunkt war ohne Frage das traditionelle Märchen – in diesem Jahr wurde eine „Lilienbund-Special-Version“ von Rumpelstielzchen aufgeführt. Doch wer hätte gedacht, dass Rumpelstielzchen eine Schwester namens „Rumpeljule“ hat? Und wer wusste schon, dass die schöne Müllerstochter freundschaftliche Kontakte zu einem flauschigen „Hasi“ und der knuffigen „Ellabiene“ pflegt?  Als dann auch noch der Teufel höchstpersönlich auftauchte, musste sich so manch einer die Lachtränen aus den Augen wischen. Bei soviel Kurzweil verging der Nachmittag wie im Fluge.

 

Nach dem Abendbrot im Lager machten wir uns gleich wieder auf den Weg nach oben, um die Feuershow nicht zu verpassen. Die Feuertänzer von Liliae Noctae sowie einige andere Darsteller, die sich spontan entschlossen hatten, die Show zu bereichern, überzeugten das Publikum mit einer tollen Darbietung, die letztendlich von einem Feuerwerk gekrönt wurde. Die atemberaubende Show unterm sternenklaren Himmelszelt war ein gelungener Abschluss des ersten Markttages. Um 10.00 Uhr wurden die Tore des Marktes dann geschlossen und die Darsteller und Marktleute versammelten sich in der Taverne des Lilienbunds, wo dieser zum Freibier eingeladen hatte. Musizierend, singend und lachend feierten wir dort bei grandioser Stimmung bis weit nach Mitternacht. Nach Tavernenschluss luden uns Gina, Rita und Matthias von der Gruppe Societas causa ioci in ihr Lager ein. Thorny nahm ihre Gitarre mit und wir saßen noch bis in die frühen Morgenstunden gemütlich beisammen.

 

Auch am Sonntag wurde den Gästen wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten. Das Ritterturnier ging in die zweite Runde und heute glaubten die Gäste ihren Augen nicht zu trauen: Ein verschleiertes Nummerngirl kündigte die einzelnen Exerzitien an, und schwebte elfengleich über die Turnierbahn. Ein erwartungsvolles Raunen ging durch die Menge, als die Grazie anmutig ihren Schleier lüftete. Pure Verblüffung stand in den Gesichtern geschrieben, als unter der zarten, hellblauen Seide ein bärtiges Antlitz zum Vorschein kam. Wer hätte damit gerechnet! Der Lilienbund hatte doch tatsächlich ein Nummerngirl mit Vollbart engagiert! ;-) Auf jeden Fall fühlte sich Taranis der Knuddelritter in seiner Rolle als Nummerngirl sichtlich wohl und sorgte für manchen Lacher. Ebenso der Bettler Hans Nuss, der doch tatsächlich in einem unbeobachteten Moment das Schwein klaute, auf welches die edlen Ritter ihre Speere schleudern wollten! Wild entschlossen, sich heute ein fürstliches Mahl zu besorgen, sprang der zerlumpte Kerl auf die Turnierbahn und flüchtete mit der Sau. Nur dem beherzten Eingreifen der Knappen war es zu verdanken, dass der Bettler vertrieben, das Borstenvieh zurückgebracht und das Turnier fortgesetzt werden konnte. Im Anschluss an das Turnier wurde das Quizz, an dem die Gäste teilnehmen konnten, aufgelöst. Die Gewinnerin kann sich nun auf ein Wochenende in der Pferdepension „Horse & Friends“ freuen.

 

Entspannt genossen wir den letzten Markttag und kurz vor Marktschluss versammelte der Lilienbund alle Mitwirkenden im Lager zu einem Gruppenbild. Soraya richtete anschließend das Wort an alle Teilnehmer und hielt eine Dankesrede.

 

Danach begannen wir mit dem Abbau, verabschiedeten uns und machten uns auf den Heimweg. Unser Jarl blieb mit Saeta und Skjaldar noch eine Nacht länger und ließ den Abend gemütlich in der Taverne des Lilienbunds ausklingen.

 

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir ein schönes Wochenende in entspannter Atmosphäre verbracht haben. Es war ein toller Markt mit vielen lustigen Highlights bei lieben, herzlichen Gastgebern. Wir haben viel gelacht, alte Freunde und Bekannte wiedergetroffen und neue liebe Menschen kennengelernt. Gern werden wir auch beim 11. Hoffest dabei sein.  :-)

 

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